Nebenkostenrechner

Nebenkostenrechner für Immobilienkauf

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Nebenkostenrechner

Wenn ein Immobilienkauf geplant wird, sollte dies auch mit einer gut durchdachten Finanzierung einhergehen. Nicht nur allein der reine Kaufpreis des Hauses ist dabei entscheidend, auch wenn er einen wesentlichen Faktor ausmacht und meist als entscheidendes Kaufkriterium bewertet wird. Auch die sogenannten Kaufnebenkosten spielen eine wichtige Rolle, also die Kosten, die neben dem Kaufpreis auch noch mit dem Immobilienkauf zusammenhängen. Und die Kaufnebenkosten sind durchaus nicht zu unterschätzen. Als allgemeiner Richtwert wird hier gesagt, dass etwa 10% des eigentlichen Kaufpreises noch einmal als Nebenkosten veranschlagt werden sollten. Und Nebenkosten entstehen nicht nur beim Kauf eines Hauses, sondern auch bei dem Erwerb einer Wohnung. Wer es etwas genauer wissen möchte, mit welchen zusätzlichen Kosten zu rechnen ist, der kann online einen Nebenkostenrechner verwenden.


Ein Hauskauf Nebenkosten Rechner schafft Überblick

Nebenkostenrechner Immobilienkauf

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Es ist durchaus sinnvoll, einen Nebenkostenrechner zu nutzen, wenn man eine möglichst aussagekräftige Einschätzung dereigenen finanziellen Belastungen wünscht. So lassen sich unangenehme Überraschungen im Nachhinein vermeiden, wenn plötzlich unerwartete Posten auftauchen bzw. diese wesentlich höher ausfallen, als ursprünglich eingeschätzt. Ein Nebenkostenrechner kann also die Planung bezüglich der Baufinanzierung erleichtern und dabei helfen zu vermeiden, dass man sich finanziell zu viel zumutet. So lässt sich auch vermeiden, dass unter Umständen sogar eine teure Nachfinanzierung in Anspruch genommen werden muss.

Nebenkostenrechner online – kostenlos und unverbindlich

Ein solcher Hauskauf Nebenkosten Rechner steht kostenlos und unverbindlich zur Verfügung. Er kann ohne Verpflichtungen genutzt werden, um einen generellen Überblick über die Kosten der Baufinanzierung zu gewinnen, ohne dass man sich dabei an etwaige Angebote bindet.

Was gehört alles zu den Kaufnebenkosten?

Die Nebenkosten, die mit einem Hauskauf einhergehen, setzen sich aus verschiedenen Posten zusammen. Zum einen ist dies die Grunderwerbsteuer. Diese fällt automatisch beim Kauf eines Grundstücks an und kann, abhängig von dem jeweiligen Bundesland in dem das Grundstück erworben wird, bei bis zu 6,5% des Kaufpreises liegen. Die Grunderwerbsteuer macht also bereits einen wesentlichen Teil der Kaufnebenkosten aus. Lediglich sehr günstige Grundstücke, die weniger als 2500 Euro kosten, sind von der Grunderwerbsteuer befreit. In allen anderen Fällen stellt sie einen festen Posten der Kaufnebenkosten dar.

Des Weiteren gilt es, die Notarkosten zu berücksichtigen. Ebenso wie die Grunderwerbsteuer stellen sie einen unumgänglichen Bestandteil der Kaufnebenkosten dar, denn kein Immobilienkauf findet ohne den Beistand eines Notars statt. Ein Kaufvertrag über eine Immobilie ist nur dann rechtlich gültig und wirksam, wenn er durch einen Notar beurkundet wurde. Der Notar kümmert sich um die Auflassung und Eintragung in das Grundbuch, wodurch der neue Eigentümer der Immobilie ersichtlich wird. Zudem ist er ein kompetenter Ansprechpartner für Fragen rund um den Immobilienkauf und steht beiden Parteien beratend zur Seite. Gerade für den Käufer soll so nach dem Willen des Gesetzgebers sichergestellt werden, dass er den Kaufvertrag in seiner vollen Tragweite versteht und sich der finanziellen Belastung bewusst ist. Die Notarkosten setzen sich dabei nicht willkürlich zusammen, sondern richten sich nach Vorgaben im Gerichts- und Notarkostengesetz. Berücksichtigt werden sollte, dass etwaige Zusatzleistungen, die der Notar erbringt, auch zusätzlich berechnet werden.

Ein weiterer Posten der Kaufnebenkosten ist optional. Sollte ein Immobilienmakler mit dem Hauskauf beauftragt worden sein, so fällt für dessen Tätigkeit eine Courtage an, die ebenfalls in der Kostenplanung zu berücksichtigen ist. Ein Makler kann die Suche nach einem geeigneten Objekt sowie den gesamten Ablauf des Kaufprozesses deutlich vereinfachen, so dass viele Hauskäufer diesen umfassenden Service gern in Anspruch nehmen. Nicht zu vergessen ist jedoch stets die dem Makler zustehende Provision, die meist von dem Käufer übernommen wird. Dies gilt im Übrigen auch dann, wenn der Makler durch den Verkäufer beauftragt wurde. Das sogenannte Bestellerprinzip, dass immer der den Makler bezahlt, der ihn bestellt hat, ist bei einem Immobilienkauf beziehungsweise Immobilienverkauf nicht anwendbar. Mit dem Makler sollte zudem bereits im Vorfeld geklärt werden, wie hoch seine Courtage ausfällt und ob hier bereits die Mehrwertsteuer enthalten ist oder nicht. Andernfalls muss diese weiterhin noch hinzugerechnet werden.

Weitere Kosten, die beim Hauskauf anfallen, sind die Grundbuchkosten. Auch hier handelt es sich wieder um einen festen Posten, mit dem daher in jedem Fall kalkuliert werden sollte. Da wie bei herkömmlichen Geschäften des Alltags ein Haus nicht wie andere Ware einfach an den neuen Eigentümer übergeben werden kann, kommt der Eigentumswechsel erst durch Eintragung ins Grundbuch zustande. Der Notar wird diesbezüglich alle nötigen Schritte in die Wege leiten. Sollte zur Finanzierung des Hauskaufes die Baufinanzierung einer Bank in Anspruch genommen werden, kann es zur Eintragung einer Grundschuld kommen. Sollte der Käufer später nicht mehr in der Lage sein, seinen Kredit zu bedienen, ist die Bank durch die Grundschuld in der Lage, das Grundstück beispielsweise zwangsversteigern zu lassen. Doch solch eine Grundschuldbestellung ist zusätzlich mit weiteren Kosten verbunden.

Und nicht zuletzt müssen auch die Kosten berücksichtigt werden, die sich durch eine Baufinanzierung ergeben können. Zu denken ist hier etwa an Zinsen und Kontogebühren. Da ein Hauskauf oftmals nicht aus der eigenen Tasche finanziert werden kann, spielt die Baufinanzierung für Hauskäufer in der Regel eine zentrale Rolle. Daher müssen auch diese Kosten bei einem Nebenkostenrechner berücksichtigt werden.

Es gibt also viel zu beachten, wenn ein Haus gekauft wird. Der Kaufpreis allein sollte also nicht im Mittelpunkt stehen, sondern auch all die zusätzlichen Posten, die den Preis mitunter noch deutlich in die Höhe treiben können. Wer sich jedoch gut vorbereitet und entsprechend ausführliche Informationen einholt, der kann weitaus beruhigter sein Projekt Eigenheim umsetzen und sich auf die wesentlichen Dinge konzentrieren. Nämlich in einen völlig neuen Lebensabschnitt zu starten, der fortan in den eigenen vier Wänden stattfindet. Käufer neigen gern dazu, sich vor allem auf den Kaufpreis zu konzentrieren und lassen dabei außer Acht, dass mit noch weiteren Kosten zu rechnen ist. Wenn man sich nach und nach mit immer weiteren Ausgaben konfrontiert sieht, die man nicht auf dem Plan hatte, kann dies die Vorfreude auf das neue Zuhause mehr als trüben. Daher ist es mehr als ratsam, sich intensiv auch mit den Nebenkosten auseinanderzusetzen und einen Hauskauf Nebenkosten Rechner hierfür zu nutzen. Der ein oder andere Käufer wird sicherlich überrascht sein, welche finanziellen Belastungen tatsächlich mit einem Hauskauf einhergehen. Doch besser, dies wird frühzeitig festgestellt, als dass man später unter Umständen sogar noch eine Nachfinanzierung in Anspruch nehmen muss, da die Nebenkosten nicht zu bewältigen sind.

Den Nebenkostenrechner nutzen

Um nun einen ersten Überblick über die Kaufnebenkosten zu erhalten, müssen verschiedene Informationen in den Nebenkostenrechner eingegeben werden. Zum einen ist dies das Bundesland, in dem das zu erwerbende Grundstück liegt. Dies ist relevant, da sich die Höhe der Grunderwerbsteuer an den Bundesländern orientiert. Daneben wird in der Regel nach der genauen Höhe des Kaufpreises gefragt. Der genaue Betrag für Immobilie und Grundstück kann dem Kaufvertrag entnommen werden. Weiterhin werden in den Nebenkostenrechner auch die Kosten für Grundbuch und Notar abgefragt. Hier kann von 1,5% des Kaufpreises ausgegangen werden. Ebenso verfährt man bei den abgefragten Kosten für den Makler. Die Maklerprovision orientiert sich ebenfalls prozentual am eigentlichen Kaufpreis. Im Nebenkostenrechner wird die Maklerprovision meist netto angegeben. In der Berechnung wird jedoch üblicherweise auch die zu entrichtende Mehrwertsteuer angezeigt, die selbstverständlich ebenfalls nicht unberücksichtigt bleiben sollte.

Der Hauskauf Nebenkosten Rechner wird die Kalkulation immer unter Berücksichtigung des jeweiligen Bundeslandes erstellen, in dem der Hauskauf stattfindet. Dies ist wichtig, da sich die einzelnen Bundesländer in ihren Vorgaben hier deutlich voneinander unterscheiden können. Alle Felder im Nebenkostenrechner sind vorgegeben und müssen nur noch ausgefüllt werden. So wird sichergestellt, dass keine relevanten Angaben übersehen werden.

Der Nebenkostenrechner ist ein einfach zu bedienendes und dabei dennoch sehr nützliches Instrument, um das eigene Projekt besser finanziell beurteilen zu können. Es ist immer ratsam, sich bereits im Vorfeld ausreichend schlau zu machen, statt die Nebenkosten einfach auf sich zukommen zu lassen. Dabei sollte die Berechnung durch einen Nebenkostenrechner immer als eine erste Orientierung gesehen werden. Eine persönliche Beratung durch einen Bankmitarbeiter sollte man dennoch in Anspruch nehmen.

Der Nebenkostenrechner lässt sich überdies auch mit weiteren Rechnern kombinieren, wie etwa dem Baufinanzierungsrechner oder dem Tilgungsrechner, um einen noch besseren Überblick über die Ausgaben zu erhalten, die mit der eigenen Situation einhergehen. Je nach individuellem Bedarf können die verschiedenen Rechner miteinander kombiniert werden, um das eigene Finanzierungskonzept zu verdeutlichen.

Posten, die ein Nebenkostenrechner meist nicht berücksichtigt

Ein Hauskauf Nebenkosten Rechner wird genutzt, um einen aussagekräftigen Überblick über die Kosten zu bekommen, mit denen man beim Hauskauf zu rechnen hat. Daher werden wichtige Posten wie u. a. Notarkosten oder Grunderwerbsteuer berücksichtigt. Doch ein Hauskauf kann noch mit weiteren Ausgaben verbunden sein, die in einem Nebenkostenrechner nicht unbedingt angesprochen werden. Dies wären die Kosten für den eigentlichen Umzug. Insbesondere wenn ein Umzugsunternehmen beauftragt wird, schlägt dies zusätzlich zu Buche. Weiterhin müssen auch Ausgaben für neue Möbel, Renovierungen oder Modernisierungsmaßnahmen in die Planung noch selbstständig miteinbezogen werden, um ein Gesamtbild der Kosten für den Hauskauf zu erhalten. Daher sollte man sich ausreichend Zeit nehmen, um eine genaue Auflistung alles relevanter Posten aufzustellen. Hier ist es immer ratsam, lieber etwas großzügig zu kalkulieren, als sich später Ausgaben ausgesetzt zu sehen, die den eigenen finanziellen Rahmen sprengen. Der Nebenkostenrechner gibt also einen ersten wichtigen Überblick, muss jedoch mit seiner Auflistung durchaus noch nicht als abschließend gesehen werden.