Pflanze einen Bienengarten

Dein Garten als Bienenparadies 

Wusstest du, dass es insgesamt rund 20.000 verschiedene Bienenarten gibt? Wow, oder! 😲

Allerdings zählen gerade einmal neun davon zu den Honigbienen – und nur eine einzige Honigbienenart ist überhaupt in Deutschland zu Hause. Wer sonst noch durch die deutsche Luft summt?

Mehr als 550 Wildbienenarten! Zu denen gehören viele interessante Gesellen (zumindest dem Namen nach), wie die Scheren-, Löcher oder Pelzbiene, die ganz unterschiedlich groß sind und auch alle etwas anders aussehen.

Bienengarten

Wusstest du, dass auch Hummeln zu den Wildbienen zählen?  

Doch sämtliche Bienenarten sind in Gefahr! Du hast bestimmt schon öfter vom globalen Bienensterben gehört. Ein ganz wichtiger Punkt geht aber oft unter: Gefährdet sind auch die Wildbienen, nicht nur die Honigbienen! Was das heißt? Dass du nicht nur um dein Honigbrot fürchten musst, sondern um den gesamten Frühstückstisch!

Denn sowohl Wild- als auch Honigbienen erfüllen eine sehr wichtige Funktion in unserem Ökosystem (und ich spreche hier nicht von der Honigproduktion!): Bienen bestäuben Blumen, Obstbäume und Gemüsestauden – eigentlich alles, was ganz natürlich blüht. Ohne Bestäubung durch Bienen könnten sich die meisten Pflanzen nicht fortpflanzen. Darum sorgen die summenden Insekten – über einen kleinen Umweg – für fast alles, was irgendwann mal aus der Erde gewachsen ist: Von der Erdbeermarmelade über den Kürbiskuchen bis zum Gurkensalat!

Weniger Bienen resultieren also in weniger Pflanzen. Das heißt: Durch das Bienensterben sind zusätzlich viele Wildtiere gefährdet, die sich von Früchten, Blüten oder Blättern ernähren.

5 Schritte zum Bienengarten

Wie genau ist das mit den Bienchen und Blümchen – und kann das nicht der Wind machen?

Einige Pflanzensamen werden in der Tat durch den Wind vorangetragen. Und viele Pflanzen können sich nur mit der Hilfe von Bienen als Überträger vermehren. In jedem Fall sorgt aber die Bestäubung über den Bienenweg für mehr Vielfalt in der Natur. Denn wenn sich männliches und weibliches Erbgut vermischen, entstehen neue, natürlich „optimierte“ Blumenvariationen. Und die blühen beispielsweise länger oder tragen mehr, größere oder süßere Früchte.

Dabei springt für die Bienen aber auch etwas raus: Die interessieren sich nämlich in erster Linie für Futter in Form von Nektar und Pollen.

Dass sie dabei als „Bestäuber“ genutzt werden, ist eher Nebensache. So funktioniert’s: Die Biene (nennen wir sie einfach Maia) bedient sich am Nektar vom Lavendelstrauch neben der Haustüre. Dabei verfängt sich Pollen in ihrem Haarkleid. Als nächstes steuert Maia den duftenden Lavendel an der Terrasse an – und während sie sich satttrinkt, fällt etwas von dem Pollen aus ihrem Haarkleid in die Blüte.

Voilà: Diese wird befruchtet. Jetzt entstehen Samen, aus denen Lavendel Nummer Drei heranwachsen kann. Die unterschiedlichen Bienenarten und die Blumen sind genau aufeinander: Bestimmte Blüten locken mit ihrem Geruch ganz gezielt nur bestimmte Bienen an.

Steinfrüchte

Was ist für das Bienensterben verantwortlich? ☠️ 😢

Viele verschiedene Faktoren tragen zum Bienensterben bei.

  • Nahrungsmangel: Häufig pflanzen wir hochgezüchtete, nektarlose Blumen an, die zwar schön aussehen, aber keine Futterquelle für Bienen darstellen. Zusatzfutter (speziell für Honigbienen) gibt es zwar, doch diesem fehlen wichtige Nährstoffe, die das Immunsystem der Bienen stärken würden. Klimawandel und industrielle Landwirtschaft tragen zur abnehmenden Artenvielfalt unter den heimischen Blumen bei. Auch das ist eine ernst zu nehmende Angelegenheit: Besonders viele Wildbienenarten haben einen sehr begrenzten Speiseplan. Fehlen nur wenige der bevorzugten Blüten, verhungern diese wichtigen Insekten quasi, auch wenn vermeintlich gerade vieles grünt und blüht!
  • Milben, Parasiten und Krankheiten schwächen oder töten ganze Bienenvölker – besonders dann, wenn die Insekten ohnehin schon angegriffen sind, weil sie nicht genug Futter finden. In den USA gibt es noch einen weiteren Auslöser: Bienenvölker werden oft gezielt zu Monokulturen transportiert, statt selbst auf Futtersuche fliegen zu dürfen. Dieser Stressfaktor schwächt die Insekten zusätzlich und macht sie umso krankheitsanfälliger
  • Viele vermeintlich naturbelassenen Gärten und Felder werden mittlerweile regelmäßig gedüngt oder großflächig mit Pestiziden 🦠behandelt. Doch Dünger ist Gift für Bienen!

Ein Problem mit diesen Faktoren: Die Auswirkungen von Parasiten, Düngemitteln und Futtermangel zeigen sich häufig erst Jahre später – wenn schon viele Bienenvölker den Umständen zu Opfer gefallen sind.

Doch genau hier kannst du – ja, genau du! – was tun! Mit einem naturbelassenen, bienenfreundlichen Garten gibst du sowohl Wild- als auch Honigbienen ein Stückchen Lebensraum und Nahrung zurück. Aber keine Sorge: Dafür musst du dich noch lange nicht zum Imker umschulen lassen.

Mein Garten ist doch viel zu klein! 🙇‍♂️

Falsch! Jedes noch so begrenzte Grundstück lässt sich in einen Bienengarten verwandeln. Ob der eigene Garten wirklich was bringt? Ja, ja und nochmal ja!

Wusstest du, dass alle Privatgärten in Deutschland zusammengerechnet viermal so groß sind wie sämtliche Naturschutzgebiete des Landes?

Sogar deinen Balkon oder die Terrasse machst du mit der richtigen Bepflanzung zum Bienenmagnet! Und das bringt auch dir richtig viel:

Biene an Baum
  • Die Bienen (und Schmetterlinge und Marienkäfer, die ihnen folgen) beleben deine Grünfläche oder den Balkon.
  • Du wirkst dem Bienensterben entgegen (gut fürs Karma!)
  • Deine Blumen sind gesünder und deine Obstbäume, Sträucher und Gemüsebeete tragen mehr und größere Früchte.
  • Je weniger leere Rasenfläche du hast, desto weniger musst du wässern, mähen und trimmen! Viele bienenfreundliche Blumen sind nämlich sehr pflegeleicht.
  • Du sparst dir Geld für chemische Düngemittel, weil du viele kleine Bienengärtner als Gartenhelfer hast.

Muss ich einen Bienenstock in meinen bienenfreundlichen Garten stellen?

Nein! Denn die meisten herumschwirrenden Bienen leben nicht in Völkern zusammen, so wie die Honigbiene das tut. Sie sind als Einzelgänger unterwegs. Deshalb werden sie auch „Einsiedlerbienen“ genannt. Wildbienen nisten – je nach Art – fast überall: Sie buddeln sich an sonnigen Flecken in Sand oder Erde ein oder lassen sich in zerbrochenen Tontöpfen, Baumhöhlen oder leeren Pflanzenhalmen nieder. Nistplätze darfst du aber ruhig bereitstellen. Welche? Dazu kommen wir gleich!

Überzeugt? Lust auf Bienen im Garten? Ja? Dann los! So geht’s – Schritt für Schritt!

 

Sorry, erst muss ein bisschen Theorie her, bevor du die nächste bienenumschwirrte Staude aus Omas Garten ausbuddelst! Überleg dir zu Beginn, wie du deinen Garten nutzen willst. Immerhin sollen nicht nur die Bienen was von deiner Grünfläche haben! Für Wildblumenwiesen gibt es spezielle Wildblumenmischungen zum Ansähen. Allerdings sollte ein Rasen mit Wildblumen nicht zu oft gemäht werden. Spielen außerdem oft Kinder auf der Wiese? Dann sind Wildblumen keine gute Idee.

Wenn du dein perfekt gestutztes Gras nicht missen magst (das für Bienen übrigens völlig uninteressant ist), überleg dir, wo spezielle Blumen- und Kräuterbeete hinpassen. Die kannst du zusätzlich mit mehrjährigen Blühpflanzen einrahmen. Bonus-Tipp: Viele Blüten von Küchenkräutern und Gemüsepflanzen zählen zur Leibspeise der Bienen. Ein Bienen-Beet kann gleichzeitig zur Nahrungsfabrik für dich und die Insekten werden! Und wenn du alle Pflanzen in dieselbe Ecke setzt, ziehst du mehr Insekten an als mit einzelnen, verstreuten Blumen. Hecken wie Thuja bringen Bienen übrigens nicht viel. Besser sind blühende Naturhecken!

Tipp für Faule: Eine Gartenecke „verwildern“ lassen und nur noch ganz selten mähen. Da sammeln sich Wildblumen und Bienen ganz von selbst. In Laub oder herabgefallenen Zweigen nisten die Insekten.

Was du als der versierte Gärtner, der du natürlich bist, sicher weißt: Manche Pflanzen sind ein bisschen heikel und mögen es besonders sonnig, schattig oder trocken. Die müssen deshalb an den „richtigen“ Standort. Aber keine Sorge, andere Bienenfreunde wuchern hingegen fast wie Unkraut, wenn du sie lässt.

Alles, was blüht, ist gut? Ähhhhh, falsch! 🙅‍♂️

Es gibt viele hochgezüchtete Gewächse oder Hybridblumen, die zwar schön aussehen. Bienen haben aber in etwa so viel – oder wenig – davon wie du von einem Foto von einem Schokokuchen. Macht zwar Lust auf das Original, stillt aber nicht den Appetit. Überzüchtete Blumen produzieren nämlich oft wenig Nektar und Pollen. Oder Nektar und Blütenstaub sind für die Bienen nicht oder nur schwer zugänglich.  

Bei „gefüllten“ Blüten (zum Beispiel Zuchtrosen) sind die Staubblätter gleichzeitig auch die Blütenblätter. Nektar gibt es keinen. Auch Chrysanthemen und Dahlien gibt es in dieser bienenfeindlichen Variation.

„Ungefüllte“ Blüten hingegen (beispielsweise Wildrosen) haben viel Nektar. Und ganz wichtig: Die Bienen können diesen auch gut erreichen.

Wichtig ist auch die Blütezeit. Je länger ein Gewächs blüht, desto mehr haben die Bienen davon. Wenn du Frühlings-, Sommer- und Herbstblumen im Garten hast, können die Brummer von März bis Oktober am Nektar naschen.

Fazit: Weit geöffnete, ungefüllte Blüten sind gut. Natürlich in der Gegend vorkommende Sträucher, Blumen und Stauden auch – eh logisch. Mit Import-Futter schreckst du Biene Maia und Freunde oft nur ab. Ausnahmen gibt’s natürlich. Aber die solltest du erst recherchieren, bevor du das nächste Beet aushebst.

Blumenkunde: Was passt in den bienenfreundlichen Garten?

Die Mischung machts! Mindestens drei verschiedene Blumen- oder Gewächsarten sollen es sein, die über das Jahr verteilt (und möglichst lange) blühen. Je mehr verschiedene Blumen Platz finden, desto besser! Besonders wichtig: Auch Vorfrühlings- und Spätherbstblüher einbeziehen.

Blumen im Bienengarten

Ein kurzer Überblick über die unterschiedlichen Pflanzengruppen

Stauden: Sind mehrjährig, haben unterschiedliche Blütezeiten und können sowohl ins Beet als auch in einen Eimer (für kleine Gärten oder Balkone) gepflanzt werden. Schöne Stauden: Astern und Phlox.

Bodendecker: Sehr pflegeleicht und beliebt bei Bienen.

Bäume & Sträucher: Bieten aufgrund ihrer Größe viel Nahrung für alles, was summt. Obstträger füttern gleichzeitig auch dich. Win-Win für alle: verschiedene Beerensorten (Stachelbeere, Himbeere, Brombeere, Johannisbeere).

Kletterpflanzen: Stellen nicht nur Nahrung, sondern auch Unterschlupf und Schutz für Insekten bereit. Empfehlungen: wilder Wein, Efeu, Kletterrosen.

Zwiebelblumen: Hervorragend als erste Blumen der Saison geeignet. Schneeglöckchen und Dahlien werten jeden Garten auf.

Kräuter & Nutzpflanzen: Kräuter- und Gemüsebeete können ein reiches Bienenbuffet darstellen. Wie wäre es mit Ackerbohnen, Kürbisgewächsen, Zwiebeln, Kohl oder Möhren?

Balkon-/Topfpflanzen: Perfekt für einen kleinen Garten, für die Terrasse oder – Überraschung! – den Balkon: Goldlack, Kapuzinerkresse, Verbene, Männertreu, Wandelröschen, Löwenmäulchen.

Alles klar soweit? Toll! Dann sehen wir uns doch mal an, was wann blüht – für einen bunten Garten von März bis Oktober!

Frühling

Frühling 🌷

  • Schneeglöckchen: häufig die ersten Frühlingsblumen der Saison
  • Stiefmütterchen: blühen früh im Jahr & spät im Herbst; sind auch gut zum Anpflanzen im Topf geeignet.
  • Weidenkätzchen: Gibt es noch ein charmanteres Ostersymbol? Auch Weidenkätzchen blühen schon früh im Frühling.
  • Blaustern: lässt sich schön quer über den Rasen sprenkeln. Die Blütezeit dauert zwar nur wenige Wochen, aber dafür vermehren sich die Blausternchen sehr schnell, wenn du nicht aufpasst!

Sommer ☀️

  • Goldmelisse, Pferdeminze, Indianernessel: alles Mitglieder derselben Pflanzenfamilie (Monarda). Die heißt auf Englisch Bee Balm. Der Name ist Programm; damit hast du bald eine schöne Bienenpopulation im Garten. Tipp: Diese Pflänzchen mögen es warm.
  • Lavendel: Auch der hat es gerne warm und trocken.
  • Phlox oder Flammenblume: Diese hübsche Staude ist mehrjährig. Sie blüht vom Sommer bis in den Herbst. Achtung: Wunderbarer Geruch, aber nicht alle Arten duften!
Blumenwiese Sommer
  • Zinnien: Damit lockst du Schmetterlinge und Bienen gleichermaßen an.
  • Ringelblumen: blühen den ganzen Sommer über. Auch du hast etwas davon: Ringelblumenblüten kannst du als Zugabe in leichten Sommersalaten verspeisen.
  • Wolfsmilch: ein Liebling der Schmetterlinge. Bienen können sich aber in den Blüten verfangen.
  • Goldrute: Vermehrt sich sehr schnell, wenn du die welken Blütenköpfe nicht regelmäßig abschneidest.
  • Schnittlauch: Die Halme kannst du essen, der Blütennektar schmeckt den Bienen (obwohl du Schnittlauchblüten ebenfalls verspeisen kannst). Schnittlauch kann vom späten Frühling bis zum Herbst durchblühen.
  • Kornblume: Diese klassische Wildblume ist ein Hingucker auf der Wiese und ein Bienenmagnet dazu.

Vorsicht bei der Pfingstrose! Die duftet zwar sehr stark, ist aber überwiegend nektar- und pollenlos. Nur wenige Pfingstrosen sind für Bienen interessant!

Herbst Garten

Herbst 🍁

  • Prachtscharte: eine unkomplizierte, dürre- und kälteresistente Pflanze
  • Sonnenhut: Das ist einer dieser Importfälle, der auch den heimischen Bienen schmeckt! Vorsicht: Der Sonnenhut vermehrt sich schnell.
  • Borretsch: verträgt sich gut mit Tomatenpflanzen.
  • Verschiedene Kräuter: Ein Kräutergarten braucht nicht viel Platz, sieht schön aus und ist gleichzeitig Bienenmagnet und Küchenhit! Ein paar Bienenlieblinge: Minze, Salbei, Kapuzinerkresse, Thymian und Oregano.

 

Tipp: Du kaufst Pflanzen aus der Gärtnerei? Frag nach, ob diese auch sicher nicht chemisch behandelt oder gedüngt wurden. Im Zweifelsfall Augen auf: Wo kreisen die Bienen herum? Diese Gewächse dürfen auf jeden Fall mit in den eigenen Garten!

 

Den Garten (oder Balkon) und die Pflanzen hast du. Was fehlt jetzt noch? Zwei Dinge: einmal Wasser und einmal „Wohnmöglichkeiten“ für die Bienchen.

Fangen wir mit dem Bienenbad an: Bienen müssen tatsächlich trinken! Außerdem brauchen sie Wasser, um ihre Nester zu bauen („mörteln“ heißt das unter Bienenexperten)! Eine Wasserstelle kannst du ganz simpel anbieten. Fülle ein flaches Gefäß mit Wasser und leg Steine oder Zweige hinein, auf denen die Bienen landen können. Natürlich geht’s auch schick und exklusiv, mit einem kleinen Teich oder eleganten Brunnen zum Beispiel. Wichtig ist nur, dass die Bienen sich sicher hinsetzen können, ohne ins Wasser zu fallen. Fülle regelmäßig frisches Wasser nach. Und verrücke das Bienenbad nicht. Dein Wasserhahn befindet sich schließlich auch immer an der gleichen Stelle!

Nummer zwei sind die Nistoptionen. Warum Einzelgänger-Bienen, wenn du auch Bienenfamilien begrüßen könntest?! Je nach Insektenart gibt es aber unterschiedliche Ansprüche. Drei Dinge kannst du anbieten:

  • Lass ein Stück Garten unbearbeitet (am besten eines mit einem sonnigen Erdfleckchen). Manche Wildbienen nisten unter der Erde und graben sich hier ein. Geht nicht? Dann stell eine sand- oder lehmgefüllte Kiste auf.
  • Ein niedriger Holzstapel bietet Unterschlupf für Holzbienen.
  • Und Mauerbienen ziehen sich gerne in die Ritzen zwischen übereinandergeschichteten Steinen zurück.

„Bienenhotels“ nutzen nur wenigen Bienenarten. Können also in den Garten, müssen aber nicht!

Hummelhaus
Insektenhotel
Biene im Garten

 

Verlängere die Blütezeit deiner Blumen, indem du abgestorbene Blüten und Blätter regelmäßig entfernst. Geh mit dem Zurückschneiden aber nicht zu radikal vor! Manche Bienen nisten oder schlafen in leeren Pflanzenstängeln, oder lassen ihre Larven darin überwintern.

Mähe nur zweimal im Jahr – und am besten morgens, abends, oder wenn es bewölkt ist. Dann sind weniger Insekten unterwegs.

Und schlussendlich: Finger weg von sämtlichen Düngemitteln. Die sind pures Gift für Bienen. Dass die Chemiebombe schlechthin nicht gut sein kann, hast du dir bestimmt schon gedacht. Aber auch Bio-Dünger enthalten schädliche Zusatzstoffe. Für einen gesunden Bienengarten ist ohnehin weder das eine noch das andere notwendig. Denn Marienkäfer, Spinnen und Gottesanbeterinnen fungieren als ganz natürliche Gesundheitspolizei!

7 Kommentare
  • Steffi

    Sehr schön gemacht ! Ein Schreibfehler im “wusstest du“ Kasten: Honigbienen, nicht Honigblumen…

    • Max Karänke

      Danke Steffi 🙂

  • Hermann Dreyer

    Eine ganz toll gestaltete Seite mit richtig guten praktischen Tipps zum Wildbienenschutz. So etwas liest man doch sehr gerne. Herzlichen Glückwunsch dazu.

    Hermann Dreyer
    (Münden blüht und summt)

  • Dr. Claudia Garrido, BeeSafe

    Gute und nützliche Tipps für einen Bienengarten. Glückwunsch für die vielen Informationen, die du zusammengetragen hast!
    In Sachen Dünger und Pestizide ist allerdings ein bisschen was durcheinander geraten: Verantwortlich für Missbildungen, Vergiftungen und Orientierungslosigkeit von Bienen sind nicht die Dünger. Diskutiert werden diese Dinge im Zusammenhang mit Pestiziden/Pflanzenschutzmitteln. Die meisten Untersuchungen beziehen sich auf sogenannte Neonikotinoide, die inzwischen in der EU verboten sind.
    Ganz harmlos sind Dünger auch nicht, aber aus einem anderen Grund: stark gedüngte Wiesen sind meist sehr artenarm – es blühen nur wenige verschiedene Pflanzen. Also genau das Gegenteil von dem, was viele Bienen und andere Insekten anzieht.
    Ansonsten schließe ich mich aber meinem Vorredner an: gut gestaltete Seite mit vielen Tipps.

    • Max Karänke

      Liebe Claudia,

      danke für deinen Kommentar und den hilfreichen Hinweis. Bei der nächsten Überarbeitung passe ich das an. Danke! 🙂

      Liebe Grüße
      Max

  • Dirk Fischer, Schwedenhof

    Tolle, liebevoll gestaltete Anleitung! Da möchte man gleich den Spaten auspacken und loslegen.

    • Max Karänke

      Danke Dirk

Hinterlasse einen Kommentar:

Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter