Kompostieren ist nicht so schwer, wie du denkst

Eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung für’s Kompostieren in Garten oder
Wohnung

 

Wir vermuten hier mal blind drauflos: Du kochst zu Hause. Immer wieder und immer öfter. Und
manchmal sogar gesund, mit frischen Lebensmitteln. Finden wir super!

Was wir nicht so super finden (und du vermutlich auch nicht)? Ständig überquellende
Küchenmülleimer voller Gemüseschalen, fauliger Obststücke und welkem Salat. Die müffeln. Und ziehen nervigen kleine Mücken an – besonders im Sommer. Rund 123 Kilo Biomüll wirft der
durchschnittliche Deutsche jedes Jahr weg!

Kompostieren

 

Aber wohin mit den Küchenabfällen, wenn nicht in die Bio-Tonne?
Auf den Kompost! Der ist nämlich weder unappetitlich noch stinkig.

Ganz im Gegenteil: Schlechte Gerüche und die erwähnte Mückenhorde werden damit aus der Küche verbannt. Und du recycelst
damit quasi in Eigenregie. Klingt doch eher yay als nay, oder?

Kompostieren geht übrigens auch in der Wohnung – die Ausrede „Aber ich habe ja keinen Garten“,
lassen wir deshalb nicht gelten.


Ihr habt mich ein klitzekleines bisschen neugierig gemacht. Aber mal von vorne: Was ist Kompost
überhaupt?

 

Kompost ist der absolute Superheld in deinem Garten. Ein maskierter Superheld übrigens, denn die
fertige Komposterde sieht optisch wie normale Erde aus: tiefbraun und krümelig.

Sie ist aber voller Nährstoffe – wie ein grüner (oder brauner!) Smoothie für deinen Garten. Denn Komposterde ist der perfekte Pflanzendünger. Blumen- und Gemüsebeete oder auch Obstbäume bekommen damit einen Energieboost. Und das Beste: Kompostieren ist total einfach, kostet so gut wie gar nichts und nützt außerdem der Umwelt!

 

Klingt ganz interessant? Hier ist noch einmal ein Überblick davon, warum Kompostieren besser ist als Nicht-Kompostieren:

  • Küchenabfälle werden nicht weggeworfen, sondern ganz natürlich recycelt. (Kompostierenist sozusagen das älteste Recycling-Verfahren überhaupt!)
  • Das Gleiche gilt für Gartenabfälle, für Baumschnitt, heruntergefallene Zweige und trockene Blätter.
  • Du stellst damit reichhaltige Komposterde her.
  • Die hält deinen Rasen, deine Blumenbeete und die Gemüseecke gesund.
  • Und reichert die Erde in deinem Garten wird mit wichtigen Mikroorganismen an.
  • Du musst keinen zusätzlichen Dünger mehr kaufen. Das spart Chemie (im Dünger), Plastik(außenrum) und Geld (dir bleibt mehr, das du zum Beispiel für Gartenpartys auf deinemsaftig-grünem Rasen ausgeben könntest!)

Okay, und nochmal: Stinkt ein Berg faulende Essensabfälle nicht ganz eklig?

Nein, tut er nicht! Wenn du eine gute Komposthygiene (Jup, Hygiene gehört nicht nur ins
Badezimmer. Aber keine Angst, du musst deinem Kompost nicht die Zähne putzen) hast, dann riecht
Kompost einfach nur wie ein Waldboden!

Okay, und nochmal: Stinkt ein Berg faulende Essensabfälle nicht ganz eklig?

Nein, tut er nicht! Wenn du eine gute Komposthygiene (Jup, Hygiene gehört nicht nur ins
Badezimmer. Aber keine Angst, du musst deinem Kompost nicht die Zähne putzen) hast, dann riecht
Kompost einfach nur wie ein Waldboden!

Eine Anmerkung für Schlaumeier: Humus und Kompost sind nicht das Gleiche!

Ja, selbst Fachmänner sprechen hin und wieder von Humus, wenn sie auf das erdige Resultat von
einem Haufen Essens- und Gartenabfälle anspielen.


Humus und Kompost ähneln sich zwar, aber:

  • Kompost wird gezielt hergestellt
  • Humus entsteht ganz natürlich (z. B. als oberste Schicht eines Waldbodens)
  • Kompost ist „unfertiger“ Humus
  • Wenn Komposterde auf den Boden gestreut wird, wird sie von kleinsten Lebewesen weiter zersetzt
  • Erst, wenn sämtliche organische Stücke im Kompost vollständig zersetzt sind, ist der Kompost zu Humus geworden

Hummus gibt es übrigens auch noch: Das ist der essbarere Kichererbsenaufstrich, der mit Kompost
nichts zu tun hat. (Außer natürlich, du kompostierst ihn.)

 

Und was genau kann ich kompostieren?

Fast alle Küchen- und Gartenabfälle: von der Eierschale und dem Tee über den Kaffeesatz bis zu
Menschen- und Tierhaar. Auch Papier (wenn es nicht gerade ein Hochglanzmagazin ist) kann
kompostiert werden. Wohin also mit dem fettigen Pizzakarton, wenn du mal doch keine Lust auf
frisch und selbstgekocht hattest? Richtig, auf den Kompost!

 

Halt, es gibt aber auch Dinge, die besser nicht in den Kompost sollten!

  • Die Schale von Bananen, Pfirsichen und Orangen hat oft Pestizidrückstände und solltedeshalb besser nicht als Dünger auf deinen Tomaten enden.
  • Fleisch, Fisch und Knochen dürfen nur in spezielle Komposter, die gut verschlossen werdenkönnen. Sonst hast du nämlich schnell eine Mäusefamilie und einen Fliegenschwarm in undüber deinem Kompost. Außerdem können sich auf tierischen Produkten gefährlicheBakterien bilden.
  • Milch, Käse und Joghurt locken ebenfalls Schädlinge an. Auch hier gilt: nur in verschließbareKomposter packen.
  • Kranke Pflanzen und Unkraut entsorgst du ebenfalls besser nicht im Kompost. Pilzkrankheiten und Unkrautsamen werden sonst nämlich mit der Komposterde durch denganzen Garten getragen.

Kurzer Exkurs zur Nachhaltigkeit

Wir wissen mittlerweile wohl alle, dass unsere Konsum- und Wegwerfgesellschaft ein ziemliches
Chaos angerichtet hat, das sich unter anderem in der Klimakrise manifestiert (Hallo, brennendes
Australien!). Es schadet deshalb keinem von uns, etwas nachhaltiger zu leben …

Und Essensreste wegwerfen, ist nicht nachhaltig. In Mülldeponien rotten die nämlich tatsächlich vor
sich hin und produzieren dabei das Treibhausgas Methan, das die globale Erwärmung noch ein
bisschen stärker vorantreibt. Im Kompost hingegen werden Treibhausgase gebunden.

Zusätzlich nehmen kompostierbare Abfälle viel Platz in Mülldeponien ein. In den USA zum Beispiel
besteht knapp ein Drittel allen Mülls aus Lebensmittel(abfällen)! Und der Müll muss natürlich auch von dir zu Hause abtransportiert werden. Müllverbrennungsanlagen brauchen außerdem viel
Energie, um zu funktionieren.

Na, sind wir dabei, dich zu überzeugen? Cool! Dann geht es hier an die versprochene Anleitung, die
dich Schritt für Schritt ans Kompostieren ranführt. Du wirst sehen, es ist echt nicht schwer!

Aber halt, ich wohne ja in einer Wohnung. Kompostieren geht da nicht, und mit der Komposterde
würde ich sowieso nichts anfangen …

Falsch! Auch in Innenräumen kannst du kompostieren.

Es gibt dazu spezielle Komposter für Wohnungen und für den Balkon. Mit denen verwandelst du
Lebensmittelabfälle direkt in Dünger für deine Topfpflanzen! Wenn du richtig kompostierst, stinkt
auch nichts. Und der Mülleimer muss weniger oft geleert werden.

Kompostieren = weniger Streits darüber, wer denn schon wieder vergessen hat, den Müll
runterzutragen 😉

Also: Du recycelst Lebensmittelabfälle zu Komposterde, musst nicht mehr ganz so viele Müllsäcke
kaufen und dein Abfall nimmt weniger Platz auf Mülldeponien in Anspruch.

Okay, überzeugt. Ich werde zum weltverbessernden Kompostierer! Aber wie?

Kompo-was? Der Komposter ist quasi das Zuhause für deinen Kompost. Welcher Komposter der
richtige für dich ist, hängt davon ab, ob du einen Garten zur Verfügung hast oder vorhast, am Balkon
oder in der Wohnung zu kompostieren.

Und davon, was du alles kompostieren willst. Je kleiner der Komposter, desto weniger Platz für
Gartenabfälle hast du. Aber das hast du dir bestimmt auch selbst gedacht, du schlauer Kopf, was?

Für Wohnungen: Wurmkomposter bzw. Wurmkiste

Ja, der Name ist Programm: Da drinnen, in der Kiste, kriechen tatsächlich Kompostwürmer herum.
Das ist aber (versprochen!) nicht so gruslig, wie es klingt, weil die kleinen Müllfresser nämlich

a) nicht plötzlich aus der Kiste auswandern können
b) du sie deshalb kaum zu Gesicht bekommst

Es gibt fertige, ganz unscheinbare Wurmkomposter zu kaufen, die schon „bewohnt“ zu dir nach
Hause kommen oder unkompliziert zusammengebaut werden.

Dann geht’s auch schon los: Obst- und Gemüseabfälle rein, die Würmer futtern sich durch und
produzieren durch den … ähm … natürlichen Verdauungsprozess hochwertige Komposterde. Die
kannst du nach rund drei Monaten „ernten“.

Du kannst theoretisch auch selbst eine Wurmkiste zusammenbauen und dir die Kompostwürmer
dann separat kaufen. Hier solltest du aber unbedingt darauf achten, dass die Kiste tatsächlich
ausbruchsicher ist!

Für Balkon und Garten: Trommelkomposter/Kompost-Tumbler

Der Trommelkomposter/Tumbler sieht aus wie eine umgelegte Tonne an einem Metallgerüst. Er braucht nicht viel Platz
und passt deshalb auch auf größere Balkone. Und er hält Gerüche drinnen und Nager und Ungeziefer
draußen!

Und wie wird getumbelt? Erst mit Lebensmittel- und Gartenabfällen beladen, dann gut verschließen
und mehrmals die Woche mithilfe des Gestänges drehen – fast wie ein Hamsterrad 😉

Im Bauch des Trommelkomposter/Tumblers wird’s jetzt warm (durch den Kompostierprozess). Die Wärme im Inneren
kann nicht raus und treibt das Kompostieren so noch schneller voran. Von der Gurkenschale zum DIY-
Dünger schafft es ein guter Tumbler in vier bis sechs Wochen.

Was nicht so toll ist:

  • Du musst den Trommelkomposter/Tumbler regelmäßig drehen – und er muss sich ganz leicht drehen lassen
    (sonst garantieren wir dir, dass dir das nach ein paar Mal zu anstrengend/doof/lästig wird)
  • Günstigere Trommelkomposter/Tumbler funktionieren am besten im Sommer, im Winter werden sie innen häufig
    nicht warm genug
  • Wir erinnern uns: Kompostwürmer (bzw. deren Kot) bringt das gewisse Nährstoff-Etwas in
    den Kompost. In Trommelkompostern/Tumblern ist es aber zu heiß für Würmer. Der Kompost entsteht durch
    Mikroorganismen und ist deshalb nicht ganz so nährstoffreich

Wenn der Trommelkomposter/Tumbler voll ist, kannst du keine neuen Abfälle einfüllen. Die musst du deshalb
irgendwo zwischenlagern.

Für den Garten: Gewöhnlicher Komposter

Simpel, aber effektiv. Der Basic-Komposter ist quasi ein aufgestellter Tumbler ohne Boden, der sich
ganz unauffällig in deinen Garten einpasst. Durch die offene Bodenfläche ziehen Kompostwürmer ein
und machen sich an Grünschnitt, Gemüseabfällen und Co. zu schaffen. Oben kannst du laufend
„Kompostfutter“ nachfüllen. Viele Komposter haben unten auch eine Klappe, aus der du den fertigen
Kompost entnehmen kannst. Easy!

Gewöhnliche Komposter kannst du übrigens auch recht einfach als DIY-Projekt selber machen.

Auch für den Garten: Thermokomposter

Das ist die Bonus-Variante des gewöhnlichen Komposters. Er hat wärmeisolierte Seitenwände und
läuft deshalb das ganze Jahr über … heiß!

Bedenken solltest du aber:

  • Gartenabfälle musst du klein schneiden, damit sie in die Einfüllöffnung passen
  • Nicht so günstig wie normale Komposter

 

Sollte hin und wieder umgesetzt (also an einem anderen Standort platziert) werden

Alles klar bis hier? Komposter gefunden? Komposter gekauft? Und jetzt?

 

Das ist relativ simpel. Würdest du bestimmt auch ohne unsere Hilfe schaffen. Aber dennoch: Dein
Kompost mag einen Gartenfleck, der

  • nicht zu heiß wird (weil der Kompost ja selbst Wärme generiert)
  • aber doch etwas Sonne abbekommt
  • eben ist
  • sich auch bei Regen nicht in eine Schlammrutsche verwandelt
  • bei jedem Wetter zugänglich ist (gut, das ist schon eher im Interesse von deinem Mann oder dem Sohn, der künftig mit den Küchenabfällen zum Kompost geschickt wird)

 

Wenn du mit einem Wurmkomposter oder Tumbler kompostierst, dann hol dir was zu trinken, lehn
dich zurück und warte auf den nächsten Schritt. Du hast nämlich gerade nichts zu tun.

Wenn du aber mit einem Thermo-Komposter oder einem normalen Komposter auf einem Flecken
Gras oder Erde startest, dann bereite jetzt den Boden vor: Streue einige Zentimeter hoch Stroh oder
Zweige aus. So kann Flüssigkeit später gut abfließen und Sauerstoff in den Kompost vordringen.
(Wichtig!)

Darauf kommt eine Lage frischer Lebensmittelabfall. Der aktiviert später den Kompostierprozess.

So, und jetzt wird’s spannend. Es geht – endlich – tatsächlich ans Kompostieren. Volle
Aufmerksamkeit bitte. Notizbuch bereithalten. Bei Fragen noch mal lesen (es steckt echt keine
Raketenwissenschaft dahinter). Hier kommt das Geheimnis zum Gold des Gärtners. Fertig?

 

Was war das? Du kannst also nicht wild drauflos kompostieren? Aus den Schalen von acht Eiern und
dem tagealten Kaffeesatz wird tatsächlich nicht einfach so Pflanzendünger? Verdammt!

Tatsächlich ist es superdupermegawichtig, dass du ein Drittel grünes (stickstoffhaltiges) und zwei
Drittel braunes (kohlenstoffhaltiges) „Futter“ für deinen Kompost verwendest. Und das gilt für
normale Komposter, Thermokomposter und Tumbler gleichermaßen.

Für den Kompostierprozess sind außerdem Wasser und Sauerstoff nötig – aber dazu kommen wir
noch.

Noch mal:

1/3 Grüner Abfall + 2/3 Brauner Abfall + Feuchtigkeit + Sauerstoff = geruchsneutraler,
nährstoffreicher, toller Kompost

Und was ist grüner bzw. brauner Abfall?

Braun sind kohlenstoffhaltige Stoffe: Zweige, getrocknete Blätter, Baumrinde, Papier, Eierschalen,
Stroh und Kaffeesatz fallen darunter.

Grün sind stickstoffhaltige Stoffe: Lebensmittelabfälle, Gras, grüne Blätter, Obst- und Gemüseschalen
gehören dazu.

Grüner Abfall zerfällt langsam, ist schwer und fest. Und riecht unangenehm, wenn er verrottet.
Brauner Abfall ist leicht und luftig, stinkt nicht und sorgt dafür, dass der Kompost ausreichend
„belüftet“ wird. Er stellt außerdem das „Futter“ für die Mikroorganismen dar, die den grünen Abfall
zersetzen.

Auf eine Lage frischen, grünen Abfall sollte deshalb immer eine Schicht brauner Abfall folgen.
Sperrigere Äste oder Holzstücke schneidest du am besten klein, damit sie schneller kompostieren.
Und wenn du nicht genug braue Abfälle hast, kannst du zum Beispiel mit Stroh aushelfen.

 

In einer idealen Welt könntest du jedes Apfelkerngehäuse – das übrigens sehr gesund und voller
Ballaststoffe ist und deshalb besser in deinem Bauch als im Kompost landet (sorry für den Off-Topic-
Einwurf!) – und jede Zucchinischale gleich direkt verkompostieren.

In der Realität ist das aber nicht immer möglich, weil

  • du das oben erwähnte grün-braun-Verhältnis beibehalten musst
  • dein Kompost-Tumbler gerade arbeitet
  • dein Komposter unter einer Schneehaube schläft
  • Du einfach gerade keine Zeit oder Lust hast, mit einer Schüssel Essensreste durch den Garten
    zu marschieren

Das ist aber gar kein Problem. Stell eine verschließbare Kompost-Box oder einen Komposteimer in
die Küche und sammle deine Lebensmittelabfälle vorerst dort. Am geruchsneutralsten sind Eimer aus
rostfreiem Stahl mit einem Karbonfilter, oder Eimer aus Keramik.

Als mittelfristige Übergangslösung kannst du kompostierbaren Abfall übrigens auch einfach
einfrieren!

 

Weißt du noch, was wir oben erwähnt haben? Dass der Kompost in Arbeit Feuchtigkeit und
Sauerstoff braucht?

Dank Regen und der Flüssigkeit, die aus kompostierbaren Abfällen austritt, ist Kompost meist feucht
genug. Wenn du aber merkst, dass er sehr trocken ist (z. B. weil er in der prallen Sonne steht), dann
musst du ihn gießen (wie ein Pflänzchen, am besten mit viel Liebe). Der Kompost sollte feucht sein,
aber nicht nass oder gar überschwemmt.

Und alle paar Wochen muss er durchlüftet und gewendet werden. Das geht am besten mit einer
Heugabel – oder eben mit einem Tumbler.

 

Du hast es geschafft. Du hast (fast) jeden Tag daran gedacht, Lebensmittelabfälle nicht in den
Restmüll zu werfen (entspann dich, die Macht der Gewohnheit wird nur mit viel Zeit besiegt). Du hast
dich akribisch an unsere Anleitung gehalten, hast brav braun und grün geschichtet. Hast deinen
Kompost gewässert und im Schweiße deines Angesichts gewendet.

Kurz gesagt: Du bist ein Kompost-Held! Und einige Wochen später darfst du das Ergebnis deiner
Mühen bewundern. Und zwar:

Luftig-leichte, tiefbraune Komposterde ohne erkennbare Einzelstücke, die angenehm mild und leicht
feucht nach Wald riecht.

Moment, woher weiß ich noch mal, ob mein Kompost fertig ist?

Ganz einfach, wenn er so riecht und aussieht wie die oben beschriebene Erde. Tut er das nicht,
braucht er noch etwas Zeit (oder mehr braunes oder grünes Futter).

Und wohin mit der Komposterde?

  • Verteile den natürlichen Superdünger auf deinem Rasen
  • Streue ihn über deine Gemüsebeete (aber bitte zusätzlich und nicht statt der normalen Erde)

Gib ihn im Frühling zu den Wurzeln deiner Obstbäume

Fülle etwas davon in Pflanzlöcher, bevor du Gemüsepflänzchen oder Blumen einsetzt

Übrigens: Die Mikroorganismen, die im Kompost leben, lockern auch die normale Erde auf.
Außerdem zersetzen sie organische Stoffe so, dass Pflanzen sie aufnehmen können. Und sie können
auch vor Pflanzenkrankheiten schützen.

 

Wir verzichten auf „Rinse & Repeat“, denn die Reste deiner Komposternte helfen dabei, die nächste
Kompostladung zu aktivieren. Die Erde unter deinem Komposter hat durch den Kompostierprozess
aber einen Super-Boost erhalten.

Nutze diesen aus: Beweg deinen Komposter in eine andere Ecke des Gartens und pflanze hier deine
Lieblingsobstsorte an. Spread the Kompost, sozusagen!

Aber irgendwie will er nicht, wie er soll… Probleme und Lösungen für Kompostierer

Ich will viele feuchte Gartenabfälle gleichzeitig entsorgen. Wie mache ich das am besten?

Mische feuchte Blätter und frisch geschnittenes Gras unter den Kompost, statt sie alle obendrauf zu
legen. Dann würden sie sich nämlich zu einer einzelnen Schicht verbinden, keine Luft mehr
durchlassen und so den Kompostiervorgang anhalten!

Mein Kompost stinkt

Jup, das nervt. Verstehen wir. Sind dir vielleicht Fischgräten, Fleischabfälle oder Knochen
hineingerutscht? Bedecke die nächste Lage grünen Abfall unbedingt mit einer braunen Schicht, mit
trockenen Blättern oder Stroh. Limetten sind natürliche Stinkstopper und können ebenfalls helfen.

Auf meinem Kompost sitzen Fliegen

Das ist relativ normal. Du kannst aber auch hier mit Limetten Abhilfe schaffen. Bedecke frische
Abfälle außerdem immer mit trockenen Abfällen, zum Beispiel mit einer Schicht getrocknetem Gras.

Mein Kompost ist matschig

Ups, zu wenig braunes Material! Wir erinnern uns: Gesunder Kompost braucht mehr braunen als
grünen Abfall, damit er nicht zu feucht wird. Hau beim nächsten Kompost-Gang eine Extra-Ladung
Stroh, trockene Zweige oder die Zeitung von gestern drauf – nur für das Kreuzworträtsel musst du die
nicht aufheben!

Mein Kompost dampft
Das ist völlig ok und sagt dir einfach nur, dass Mikroben, Würmer und Co. fleißig bei der Arbeit sind!

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